Abteilung Tennis
Historie
Historie
Wie kam es zur Gründung einer Tennisabteilung innerhalb der SG Neukirchen-Hülchrath?
Der Tennisboom um Boris Becker, Steffi Graf und Michael Stich inspirierte auch die SG Neukirchen-Hülchrath, sich mit dem Thema Tennis zu beschäftigen.
Der damalige Hauptvorstand unter Leitung von Robert Pauls hatte durch eine Umfrage feststellen lassen, dass in Neukirchen und Umgebung großes Interesse am Tennissport vorhanden war. Das Ergebnis dieser Umfrage war so überwältigend, dass sich Robert Pauls und der damalige Hauptgeschäftsführer Dieter von Montfort entschlossen, eine Tennisabteilung ins Leben zu rufen und den Bau von drei Tennisplätzen auf den Weg zu bringen. Diese wurden dann 1976 unter Federführung des ersten Abteilungsleiters der Tennisabteilung, Friedel Netzer, errichtet. Die Gesamtkosten von 115.000 DM wurden je zu einem Viertel vom Land, vom Kreis, von der Stadt Grevenbroich und vom Verein aufgebracht. Das Grundstück wurde dem Verein von der Stadt Grevenbroich durch Pachtvertrag auf 30 Jahre unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
Die Tennisabteilung besteht also seit 1976, das sind dann mittlerweile 50 Jahre.
Der Andrang zur Aufnahme in die Tennisabteilung war so groß, dass sich der Abteilungsvorstand gezwungen sah, eine Warteliste einzurichten. Überdies hatte jedes Mitglied, das aufgenommen wurde, eine Aufnahmegebühr zu zahlen.
Das rege Interesse am Tennissport führte dazu, dass im Juli 1979 ein vierter Platz eröffnet wurde, um die Warteliste zumindest teilweise auflösen zu können. Seit Anfang 1986 haben wir fünf Plätze.
Damals wie heute wird der Tennissport von den Spielern nicht nur als attraktive und sinnvolle Freizeitbeschäftigung wahrgenommen, sondern auch das gesellige Element hat einen sehr hohen Stellenwert. Daher wurde es am Anfang als sehr unbefriedigend empfunden, dass wir Tennisspieler nicht über ein eigenes Heim verfügten, sondern unsere Bleibe im Sportheim der Stadt Grevenbroich finden mussten. Dies war aber bis dahin vor allem das Heim der Fußballer und hatte nur während der Meisterschaftsspiele und Trainingszeiten der Fußballer geöffnet.
Die Mitglieder der Tennisabteilung fassten daher 1978 den Plan, ein eigenes Tennisheim zu errichten, was zunächst nicht die Zustimmung des damaligen Hauptvorstandes, der Abspaltungstendenzen zu erkennen glaubte, fand. Die Bedenken konnten aber nach langen Diskussionen ausgeräumt werden, so dass 1982 der Plan realisiert werden konnte. Die Tennisabteilung baute mit ausschließlich eigenen Mitteln, wobei durch tatkräftigen körperlichen Einsatz vieler Mitglieder die Kosten mit 50.478,07 DM in tragbaren Grenzen gehalten werden konnten.
Die Gelder wurden aufgebracht, indem jedes erwachsene Mitglied einen Baustein in Höhe von 350 DM zahlen musste. Dieser Baustein wurde im Laufe der Jahre aus den Mitgliedsbeiträgen zurückgezahlt, wobei viele Mitglieder auf die Rückzahlung gegen Empfang einer Spendenquittung verzichteten. In den Zeiten des Tennisbooms waren solche solidarischen Maßnahmen recht problemlos möglich.
Natürlich wurde auch Tennis gespielt, und zwar ab 1977 wettkampfmäßig, als die 1. Herrenmannschaft in die Medenspiele eingriff. Ein Jahr später wurde die 1. Damenmannschaft gemeldet.
Besonderer Wert wurde schon damals auf die Jugendarbeit gelegt, so dass auch hier schon bald die ersten Wettkampfmannschaften gemeldet werden konnten.
